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Ein Cyberangriff trifft Unternehmen selten nur technisch – er trifft das Vertrauen.

Während Systeme ausfallen, Prozesse stillstehen und IT-Teams unter Hochdruck arbeiten, entsteht parallel ein zweites, oft unterschätztes Problem:

Unsicherheit – intern wie extern.

Und genau hier entscheidet sich, ob ein Unternehmen stabil bleibt oder zusätzlich in eine Vertrauenskrise rutscht.

Der unterschätzte Faktor bei einem Cyberangriff: Die Kommunikation

Cyberangriffe sind heute kein Ausnahmefall mehr – sie sind Teil der Realität.
Nicht der Angriff selbst richtet den größten Schaden an – sondern der Umgang damit.

Auswirkungen fehlender oder fehlerhafter Kommunikation:

  • Es entstehen Gerüchte
    Ein Gerücht, dass mal entstanden ist, fangen Sie nicht mehr ein! Durch globale und vorfallsbetonte Kommunikation und Social Media sind Gerüchte gleich mal Fakten in den Augen anderer Leute
  • Die Unsicherheit wächst
    Egal ob Fakt oder Gerücht: Wenn man nicht klar kommuniziert, was passiert ist, welche Auswirkungen das hat und wie der aktuelle Stand ist, entwickelt sich bei Mitarbeitern, Kunden und Lieferanten eine Usicherheit.
  • Das Vertrauen sinkt
    Durch diese Unsicherheit und das “allein gelassen werden” hinsichtlich Informationen, verlieren die Stakeholder das Vertrauen in das betroffene Unternehmen.

Und Vertrauen ist in der Krise die wichtigste Währung.

Technik allein reicht nicht

Natürlich ist die technische Reaktion entscheidend:

  • Angriff analysieren
  • Schäden begrenzen
  • Systeme wiederherstellen

Doch parallel muss etwas anderes genauso schnell passieren:
klare, strukturierte Kommunikation

Denn wenn:

  • Mitarbeitende nicht wissen, was zu tun ist
  • Kunden im Unklaren bleiben, ob sie nun beliefert werden oder nicht
  • Lieferanten und Partner keine Informationen erhalten, wie sie sich verhalten sollen

entsteht Chaos!
Und Chaos kostet!

Der häufigste Fehler: Schweigen

Viele Unternehmen reagieren in Cyberkrisen zu spät – oder gar nicht.

Aus Angst.
Aus Unsicherheit.
Oder weil schlicht kein Plan existiert.

Doch genau das verschärft die Situation massiv.

Besser ist:

  • früh informieren
  • transparent bleiben
  • Verantwortung übernehmen

Nicht perfekt – aber ehrlich.


Vorbereitung entscheidet über den Ernstfall

Krisenkommunikation beginnt nicht im Moment des Angriffs.
Sie beginnt lange davor.

Unternehmen brauchen:

  • klare Zuständigkeiten
  • definierte Kommunikationswege
  • vorbereitete Szenarien
  • ein aktuelles Krisenhandbuch

Denn im Ernstfall bleibt keine Zeit für Diskussionen.

Wer vorbereitet ist, handelt.
Wer es nicht ist, reagiert – und verliert Zeit.

Wer wann informiert wird, ist kein Zufall

Eine funktionierende Kommunikationsstruktur folgt klaren Regeln:

1. Direkt Betroffene zuerst
2. Interne Schlüsselpersonen und Führungsebene
3. Externe Stakeholder wie Kunden oder Partner

Dabei gilt:

  • Mitarbeitende brauchen konkrete Handlungsanweisungen
  • Externe Zielgruppen brauchen klare, verständliche Informationen

Und:
Rechtliche Fristen müssen eingehalten werden

  • DSGVO: Meldung innerhalb von 72 Stunden
  • NIS2: teilweise innerhalb von 24 Stunden

Hier gibt es keinen Spielraum.

Klarheit beruhigt

Nur mit Struktur und Regelmäßigkeit in der Kommunikation schaffen Sie Vertrauen. Wenn jede Information widersprüchliche Informationen enthält, Teile auslässt, die in der vorangegangen Info drin waren, dann entsteht wieder Unsicherheit.

Hier sind die wichtigsten Elemente der Kommunikation, die jedes Mal enthalten sein sollten:

Awareness ist der unterschätzte Erfolgsfaktor

Cybersecurity beginnt nicht bei der Technik – sondern bei den Menschen.

Ein unbedachter Klick reicht oft aus.

Deshalb sind entscheidend:

  • regelmäßige Schulungen
  • klare Kommunikation im Alltag
  • Bewusstsein für Risiken

Denn Sicherheit ist kein System – sie ist ein Verhalten.

Vertrauen zurückgewinnen ist möglich

Nach einem Cyberangriff zählt vor allem eines:
Wie ein Unternehmen damit umgeht

Vertrauen entsteht durch:

  • offene Kommunikation über den Vorfall
  • nachvollziehbare Erklärung der Ursachen
  • konkrete Maßnahmen für die Zukunft
  • ehrliche Information bei möglichen Risiken

Und ja – auch durch eine klare Entschuldigung, wenn sie notwendig ist.

Vertrauen entsteht nicht durch Fehlerfreiheit.
Sondern durch Verantwortung.

Fazit: Kommunikation ist Teil der Sicherheitsstrategie

Cyberangriffe werden häufiger, gezielter und wirtschaftlich gefährlicher.

Doch viele Unternehmen scheitern nicht an der Technik –
sondern an fehlender Kommunikation.

Wer erst im Ernstfall über Zuständigkeiten, Botschaften und Abläufe nachdenkt, verliert die Kontrolle.

Und genau das kann im schlimmsten Fall existenzentscheidend sein.

Cybersecurity endet nicht bei der IT.
Sie beginnt dort – und entscheidet sich in der Kommunikation.

Thomas Laszlo
Thomas Laszlo

Thomas Laszlo ist DER Experte für Notfallpläne. Schon seit Beginn seiner Karriere beschäftigt er sich mit dem Thema. Egal ob in der Hotellerie, als auch in der IT, wo er als IT-Leiter immer gleichzeitig Krisenmanager war. Seit 2019 begleitet er Unternehmen bei der Erstellung eigener Notfallpläne. Er ist Vortragender zum Thema Business Continuity bei diversen Wirtschaftsverbänden und IT-Kongressen.

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