Ein Risiko, das viele gar nicht so am Radar haben, kann auch zu einem Produktionsstillstand führen. So geschehen erst vor kurzem bei AcelorMittal: Der Diebstahl von Kupfermaterial führte zum Stillstand (Artikel hier: https://www.sr-mediathek.de/index.php?seite=7&id=171571)
Auf Baustellen und eben auch teilweise bei metallverarbeitenden Betrieben ist das Problem bekannt und wird immer mehr zur Gefahr. Videoüberwachungen, erhöhte Sicherheitsmaßnahmen und hohe Versicherungsprämien sind die Folge.
“Schwund” oder Diebstahl haben mich schon seit meinen ersten Tagen meines Berufslebens als Thema begleitet. Im Tourismus ist es teilweise eine kalkulatorische Größe (Gewichtsverlust durch Lagerung, Zubereitung; Mitnahme von Shampoos aus den Zimmern oder Getränken aus der Minibar). Aber nichts hat zu Stillstand geführt. Dass es aber soweit kommen kann, zeigt obiges Beispiel.
Lessons Learned
Ich könnte mir vorstellen, dass es bald eine Nachverfolgbarkeit von manchen Rohstoffen geben wird – wie bei den Lebensmitteln. Dann wird diese Thematik sicherlich besser werden. Allerdings wird es bis dahin erhöhte Sicherheitsmaßnahmen brauchen und ein kalkulatorisches Aufrechnen auf die Preise. Das belastet die ohnehin schon in Schwierigkeiten geratenen Branchen des Bau (Kreditvergabe für Bauherren schwierig + Energiekosten der Materialien) und der Stahlverarbeitung (Energiekosten verteuern auch dort) noch zusätzlich.
Prüfen Sie daher, welche Rohstoffe euer Unternehmen zum Stillstand bringen können und prüft, ob alternative Lieferanten oder alternative Rohstoffe möglich sind.

Thomas Laszlo ist DER Experte für Notfallpläne. Schon seit Beginn seiner Karriere beschäftigt er sich mit dem Thema. Egal ob in der Hotellerie, als auch in der IT, wo er als IT-Leiter immer gleichzeitig Krisenmanager war. Seit 2019 begleitet er Unternehmen bei der Erstellung eigener Notfallpläne. Er ist Vortragender zum Thema Business Continuity bei diversen Wirtschaftsverbänden und IT-Kongressen.
